VW-Aufsichtsrat vertagt Entscheidung über Personalvorstand

Der Streit zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerlager bei Volkswagen greift inzwischen auch auf die Besetzung des Vorstands über. Eine Entscheidung über die Nachfolge des vor einem Jahr ausgeschiedenen Personalvorstands Gunnar Kilian erneut vertagt worden, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Demnach hatte sich das Unternehmen intern bereits auf eine Kandidatin verständigt. Eine endgültige Einigung kam bei der VW-Aufsichtsratssitzung vergangenen Donnerstag jedoch nicht zustande.

Hintergrund ist dem Vernehmen nach ein Konflikt zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerseite über weitere Vorstandspersonalien. Nach Informationen aus Konzernkreisen knüpfte die Arbeitnehmerseite ihre Zustimmung an Bedingungen bei der geplanten Neuordnung anderer Ressorts. Dabei geht es unter anderem um die Besetzung eines neuen Technologie-Ressorts, das künftig Entwicklungs-, Beschaffungs- und weitere Funktionen bündeln könnte.

Die Kandidatin soll eher von Unternehmensseite vorgeschlagen worden sein, so der Bericht. Eigentlich hat die Arbeitnehmerseite traditionell das Vorschlagsrecht für den Arbeitsdirektor. Die Suche nach einer Nachfolge für Kilian läuft mittlerweile seit über einem Jahr.

Ein Sprecher des Volkswagen-Aufsichtsrats wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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