Linken-Chef Pantisano wirft ZDF vorauseilenden Gehorsam gegenüber AfD vor

Linken-Chef Luigi Pantisano hat die ZDF-Geschäftsleitung für die Ausladung des Rappers Danger Dan und des Pianisten Igor Levit aus der Satiresendung „Die Anstalt“ scharf kritisiert.

Ein antifaschistischer Song müsse beim ZDF selbstverständlich Sendezeit bekommen, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Die Absage an Danger Dan und Igor Levit hinterlasse den „Eindruck eines vorauseilenden Gehorsams gegenüber einer rechtsextremen AfD, die die öffentlich-rechtlichen Sender am liebsten abschaffen“ wolle.

Der Linken-Chef forderte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse Seite an Seite mit denen stehen, die sich dem Rechtsruck entgegenstemmten – und nicht denjenigen immer wieder Sendezeit geben, die „mit Hass und Hetze die Köpfe und Herzen der Menschen vergifteten und die Demokratie untergraben“.

Danger Dan wirft der ZDF-Geschäftsleitung Zensur vor. Diese begründet ihre Entscheidung damit, dass der Text des Liedes „als Aufruf zu Gewalt verstanden werden“ könne. „Ein solcher Aufruf stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF“, teilte der Sender mit. In einer Sonderausgabe von „Aspekte“ will sich der Sender „dokumentarisch-journalistisch“ mit dem Lied von Danger Dan und dessen Thema Widerstand gegen Rechtsextremismus befassen. Das Team der „Anstalt“ soll sich in der betroffenen Ausgabe „kritisch mit der Ausladung auseinandersetzen“. Die Macher der Sendung „Die Anstalt“ hatten sich von der Entscheidung der ZDF-Geschäftsleitung distanziert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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