Baruth: Bürgermeister lehnt neues Wassergutachten für Red-Bull-Werk ab

Der scheidende Baruther Bürgermeister Peter Ilk hält ein neues Wassergutachten für das geplante Red-Bull-Dosenwerk nicht mehr für erforderlich. Ilk hatte noch Anfang Juni bei einem Stammtisch des rbb in Aussicht gestellt, die Frage nach einem neuen Gutachten zu prüfen.

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke (Grüne) kritisierte den Kurswechsel scharf.

Das bisherige Gutachten, auf dem die Wasserentnahmegenehmigung beruht, sei fast 20 Jahre alt. Seitdem hätten sich die Temperaturen erhöht und längere Trockenphasen belasteten die Grundwasservorräte.

Auch die Grundwasserneubildung sei deutlich reduziert. Eine so alte Untersuchung könne keine ausreichende Grundlage für heutige Entscheidungen sein.

Das gerade veröffentlichte Niedrigwasserinformationssystem weise für alle aufgeführten Grundwassermessstellen in Südbrandenburg sehr niedrige oder extrem niedrige Grundwasserstände auf.

Lübcke forderte ein unabhängiges Gutachten auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, um verloren gegangenes Vertrauen in der Wasserfrage wiederherzustellen. Die Ergebnisse müssten veröffentlicht und mit der Bevölkerung diskutiert werden.

  • Related Posts

    Juso-Vorsitzender Philipp Türmer warnt SPD-Spitze vor massivem Unmut an der Basis

    Der Juso-Bundesvorsitzende Philipp Türmer warnt die SPD-Parteispitze vor massivem Unmut an der Basis. „Die Stimmung in der SPD ist am Boden“, sagte Türmer dem Nachrichtenmagazin „Focus“.Das sei keine Verstimmung nach…

    Leihmutterschaft: FDP-Politikerin Strack-Zimmermann wirft Spahn Heuchelei vor und fordert Rücktritt

    Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat Unionsfraktionschef Jens Spahn wegen seiner Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter als „Heuchler“ und „nicht mehr tragbar“ bezeichnet.„Man kann beim Thema Leihmutterschaft durchaus unterschiedlicher Meinung sein“, sagte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert