Queerbeauftragte fordert Diskriminierungsverbot nach sexueller Identität im Grundgesetz

Die Queerbeauftragte des Bundes, Sophie Koch (SPD), fordert mehr Schutz für queere Menschen in Deutschland. „Wir müssen einerseits Schutzräume für die queere Community schaffen“, sagte Koch der „Rheinischen Post“.

„Eine weitere Maßnahme wäre die Ergänzung der sexuellen Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes zum Diskriminierungsverbot.“ Dadurch würden zwar keine konkreten Straftaten verhindert: „Aber es würde Schutz bieten, wenn irgendwann vielleicht wieder Kräfte an die Macht kommen, die die Grundrechte von queeren Menschen einschränken wollen. Wenn ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz für queere Menschen klar benannt wäre, hätten solche Vorhaben keine Chance“, fügte sie hinzu.

Koch kritisierte zugleich, dass die Förderung des Bundes für den einzigen bundesweiten queeren Jugendverband Lambda gestrichen werden solle. „Das ist ein fatales Zeichen. Wir müssen solche Strukturen besser unterstützen“, sagte sie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Linke kritisieren Prien für Kürzungen bei Demokratieförderung

    Die Linken kritisieren den Umgang von Familienministerin Karin Prien (CDU) mit dem Förderprogramm „Demokratie leben“ scharf.„Karin Priens Tagesgeschäft ist es derzeit, die Regelfinanzierung von Demokratieförderung und gesellschaftlichem Zusammenhalt kurz und…

    Nach CSD-Anschlag: Grüne kritisieren Familienministerin Prien – Fünf Millionen Euro für Deradikalisierung nicht ausreichend

    Die Grünen halten die Pläne von Familienministerin Karin Prien (CDU), Deradikalisierungsprogramme mit weiteren fünf Millionen Euro zu fördern, für unzureichend. „Zusätzliche Mittel für Deradikalisierungsprogramme sind grundsätzlich richtig und notwendig“, sagte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert