Städtetag fordert Milliardenhilfen von Bund und Ländern für kommunale Klimaanpassung

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Christian Schuchardt, hat Bund und Länder aufgefordert, Klimaanpassungsmaßnahmen der Kommunen deutlich stärker finanziell zu fördern als bislang. „Klimaanpassung ist kein `Nice to have`, sondern existenziell für unsere Zukunft“, sagte Schuchardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

Das sei für die Städte eine Daueraufgabe für Jahrzehnte. „Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen bundesweit, die investiert werden müssen“, so Schuchardt.

Das könnten die Städte nicht allein stemmen. „Mit den herkömmlichen Finanzierungsstrukturen wird das nicht gehen. Deshalb ist klar: Wir müssen uns ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden“, sagte Schuchardt.

Für die Kommunen komme es vor allem darauf an, „dass die Umsetzung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert wird“. Dabei gehe es zum Beispiel um Hitzevorsorgemaßnahmen wie Entsiegelung, Stadtgrün oder „Wasserretentionsflächen“.

Bestehende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene reichten für diese umfassende Umsetzung nicht aus. „Zudem fehlen aufgrund der dramatischen Finanzlage der Kommunen Investitionsmittel für Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort“, so Schuchardt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundesregierung entwickelt Notfallpläne für Nato-Truppenverlegung bei möglichen AfD-Landesregierungen

    Die Bundesregierung entwickelt Notfallpläne für den Fall, dass einzelne Bundesländer die Verlegung von Nato-Truppen behindern. Mehrere Ressorts beschäftigen sich mit der Frage, wie militärische Mobilität auch dann sichergestellt werden kann,…

    Russischer Angriff auf Ukraine: Acht Tote und 30 Verletzte – Selenskyj warnt vor weiteren Attacken

    Russland hat in der Nacht zum Donnerstag erneut Ziele in der Mitte und im Westen der Ukraine angegriffen. Dabei wurden acht Menschen getötet und rund 30 weitere verletzt, berichtet der…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert