Schwacher Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg trifft auch Auszubildende

Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist im Juli deutlich gestiegen. Das teilte die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.

In Berlin waren 223.863 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 3.428 mehr als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote stieg von 10,2 auf 10,4 Prozent. In Brandenburg waren 87.546 Menschen ohne Arbeit, 2.105 mehr als im Juni.

Dort stieg die Quote von 6,3 auf 6,4 Prozent.

Als Gründe nennt die Behörde den frühen Ferienbeginn Anfang Juli und das typische Kündigungsdatum 30. Juni, das die Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Erwerbstätigkeit erhöht. Besonders betroffen sind Jugendliche unter 25 Jahren, deren Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich steigt.

Carina Knie-Nürnberg, Chefin der Regionaldirektion, bezeichnete den Arbeitsmarkt als anhaltend schwach. Positive Impulse aus der Wirtschaft fehlten.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt macht sich die Schwäche bemerkbar.

In Berlin haben sich seit Oktober 22.564 junge Menschen um einen Ausbildungsplatz beworben, 8,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ende Juli waren noch 10.648 von ihnen unversorgt, während 5.562 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt blieben.

In Brandenburg gibt es 12.218 Bewerber, davon 5.138 ohne Platz; hier sind noch 5.017 Stellen offen.

Knie-Nürnberg appellierte an die Unternehmen, Ausbildungsstellen zu melden und jungen Menschen Einstiegschancen zu eröffnen. Eine abgeschlossene Berufsausbildung sei der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

Für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bietet die Jugendberufsagentur Berlin am 27. August eine Last-Minute-Börse im Kosmos an der Karl-Marx-Allee in Berlin an.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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