Zivildienst-Debatte: DRK-Chef Gröhe verlangt Planungssicherheit und verlässliche Finanzierung für Einsatzstellen

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, hat die Pläne für einen neuen Zivildienst begrüßt und zugleich eine verlässliche Finanzierung angemahnt. „Kommt die Wehrpflicht zurück, braucht es auch wieder einen Zivildienst“, sagte Gröhe der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

Das DRK habe jahrzehntelange Erfahrung im Zivildienst und sei auch heute der größte Anbieter von Freiwilligendiensten in Deutschland. Man wisse, was es brauche, damit junge Menschen sich sinnvoll für andere einsetzen könnten.

Wenn ein neuer Zivildienst kommen solle, müsse deshalb jetzt vorausschauend geplant werden. Dafür brauche es ausreichend Zeit für den Aufbau und eine verlässliche Finanzierung für die Träger der Einsatzstellen im Zivildienst, forderte der DRK-Präsident. Beides müsse frühzeitig gesichert sein.

Sollte es dagegen bei einer Aussetzung der Wehrpflicht bleiben, brauche es eine deutliche Stärkung der Freiwilligendienste. „Wer sich freiwillig einsetzt, braucht bessere Rahmenbedingungen“, forderte Gröhe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    BUND-Studie: Hoher Anteil erneuerbarer Energien senkt Strompreise und glättet Preisspitzen in Krisenzeiten

    Laut einer Kurzstudie, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei Montel Analytics in Auftrag gegeben hat, hält ein hoher Anteil an Wind- und Solarkraft im Netz den…

    CSD-Anschlag Berlin: Polizeigewerkschaft verteidigt Sicherheitsbehörden und fordert schärfere Gesetze

    Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht im Fall des Anschlags auf den CSD in Berlin keine Versäumnisse bei Polizei und Verfassungsschutz. Der mutmaßliche Attentäter sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen und habe…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert