Einschnitte bei der Kinder- und Jugendhilfe: Keine Einsparungen bei Schulbegleitungen in den ersten acht Jahren

Die von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe wird mehrere Jahre keine Einsparungen bei den Schulbegleitungen für Kinder mit Behinderung bringen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Antwort ihres Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion.

Es werde nicht davon ausgegangen, dass die geplanten Gruppenlösungen in allen Kommunen und Schulen innerhalb weniger Jahre vollständig verfügbar sein werden, heißt es darin. „Aus diesem Grund wird in den ersten acht Jahren davon ausgegangen, dass durch einen schrittweisen Ausbau zunächst ausschließlich der Anstieg der Kosten abgeschwächt werden kann“, heißt es wörtlich in dem Schreiben, aus dem die Zeitung berichtet. „Die jährlichen Kosten für die bestehenden Schulbegleitungen verringern sich in diesem Zeitraum nicht.“

Die Bildungspolitikerin Denise Loop (Grünen) befürchtet, dass damit mehr Aufgaben in Kitas und Jugendsozialarbeit geschoben würden, ohne mehr in inklusive Regelangebote und eine bessere Personalausstattung zu investieren. Die Bundestagsabgeordnete kritisierte zugleich, die erhofften Einsparungen in Milliardenhöhe bei jungen Menschen mit Behinderungen beruhten allenfalls auf anekdotischer Evidenz.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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