Bauernverband warnt vor Ernteausfällen

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnt vor den Folgen der anhaltenden Trockenheit und den steigenden Kosten für die Landwirtschaft. Die Felder in großen Teilen Süddeutschlands seien trocken und braun, sagte er am Donnerstag den „Heute-Journal“ im ZDF. Die Situation sei besonders in Regionen, in denen es seit längerer Zeit nicht mehr geregnet habe, kritisch.

Rukwied erklärte, dass die landwirtschaftlichen Betriebe mit unterdurchschnittlichen Ernten und niedrigen Erzeugerpreisen auf der einen Seite und hohen Kosten auf der anderen Seite konfrontiert seien. Besonders die Kosten für Energie, Diesel und Düngemittel belasteten die Betriebe stark. Die Liquidität sei äußerst angespannt, was die Vorfinanzierung der neuen Ernte erschwere. Er forderte eine Steuerreduktion auf Diesel bis mindestens Ende November, um die finanzielle Belastung zu mindern.

Der Bauernpräsident betonte, dass die Landwirtschaft bereits seit Jahren Maßnahmen ergreife, um sich an die Klimaveränderungen anzupassen. Dazu gehörten wasserschonende Bodenbearbeitungsmaßnahmen und der Anbau hitzebeständigerer Sorten. Dennoch seien die hohen Kosten und niedrigen Erzeugerpreise eine zusätzliche Belastung. Rukwied erklärte, dass die Preise für Weizen heute knapp unter dem Niveau der 80er Jahre lägen, was die Situation für die Landwirte weiter verschärfe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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