Bauernverband fordert Sofortprogramm nach schlechter Ernte 2026

Angesichts der schlechten Erntebilanz 2026 fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, ein Sofortprogramm von der Bundesregierung.

„Zum einen das Aufstocken der Düngemittelhilfe. Da hat die EU für Deutschland 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das kann auf bis zu 180 Millionen aufgestockt werden, das erwarten wir“, sagte Rukwied den Sendern RTL und ntv. Die Auszahlung müsse schon im September über die Berufsgenossenschaft erfolgen.

Darüber hinaus sollen die Landwirte auch bei den Treibstoffpreisen entlastet werden. Rukwied forderte eine sofortige Reduktion bei der Besteuerung von Diesel, und zwar bis mindestens Ende November. Drittens sei es wichtig, dass die Direktzahlungen, die EU-Mittel, bereits im Oktober ausgezahlt werden. Normalerweise kämen diese Ende Dezember zu 80 Prozent. Es müsse aber auch sichergestellt sein, dass die restlichen 20 Prozent im Dezember kommen.

„Das brauchen die Betriebe, um insbesondere auch die nächste Ernte vorfinanzieren zu können. Wir fangen ja jetzt schon an mit der Bodenbearbeitung und der Herbstaussaat“, sagte Rukwied.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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