Dax legt zu – Ifo-Index und US-Daten stützen den Markt

Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.266 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax bis zum Mittag zu und hielt anschließend weitgehend das erreichte Niveau.

„Eine nach oben revidierte Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal und ein besser als erwarteter Ifo-Geschäftsklimaindex sorgten heute für Kauflaune in Frankfurt und einen positiven zweiten Handelstag der Woche für den Dax“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.

„Die Hoffnung der Investoren auf eine langsame, aber nachhaltige Konjunkturerholung in Deutschland hat neue Nahrung erhalten. Im Kontext der hohen Energiepreise und geopolitischen Unsicherheiten, einhergehend mit der Störung wichtiger Lieferketten, sind das ermutigende Signale“, so Lipkow. „Offen bleibt, wie lange sich die Wirtschaft gegen die negativen Einflussfaktoren behaupten kann oder ob sogar noch etwas Dynamik in den positiven Trend kommt.“

In den USA sorgten dann besser als erwartete Baugenehmigungen und ADP-Arbeitsmarktdaten für gute Stimmung, erklärte der Analyst. „Wie in Asien und Europa bleibt auch in New York der Fokus auf den Halbleitersektor gerichtet und löst nach den schwachen Tagen zuvor heute eine kleine Schnäppchenjagd aus. Investoren sehen auf den niedrigeren Kursniveaus wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten“, so Lipkow. „Die KI-Story bleibt also intakt. Die Frage nach der Dynamik in diesem Bereich dürfte morgen Abend durch Nvidia beantwortet werden.“

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 66 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund elf bis 14 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 89,20 US-Dollar, das waren 297 Cent oder 3,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1672 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8568 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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