Haßelmann fordert Klima-Sofortprogramm und mehr Mittel für Hitzeschutz

Angesichts des diesjährigen Sommers mit großer Hitze und historisch niedrigen Pegelständen der Flüsse hat Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann die Bundesregierung aufgefordert, den zunehmenden Extremwettersituationen Rechnung zu tragen.

„Die Bekämpfung der Klimakrise muss jetzt in den Mittelpunkt des Handelns dieser Regierung“, sagte Haßelmann dem Fernsehsender Phoenix. Städte und Gemeinden seien mit den Vorkehrungen, die notwendigerweise getroffen werden müssten, überfordert. „Die bisherigen Mittel im Sondervermögen reichen dafür nicht aus.“ Zwingend sei es, gerade in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen die Menschen vor der Hitze zu schützen. Dort sei man nicht entsprechend vorbereitet gewesen. „Die können das nicht aus eigener Kraft schaffen. Deshalb braucht es hier ein Klima-Sofortprogramm“, so Haßelmann.

Für die Grünen-Fraktionsvorsitzende steht vor allem Kanzler Friedrich Merz (CDU) in einer persönlichen Verantwortung. „Er hat endlich mal nach Wochen des Schweigens vom Klimawandel gesprochen, der bekämpft werden muss. Deshalb gilt es jetzt, dem endlich Taten folgen zu lassen.“ Die Bundesregierung müsse vor allem aufhören, Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung als einen Gegensatz darzustellen. „Klima, Wohlstandssicherung und wirtschaftliche Entwicklung müssen zusammengedacht werden“, war Haßelmann überzeugt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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