Dax startet mit Verlusten in den September – Ölpreis steigt weiter

Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.195 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze rangierten Merck, RWE und Infineon, am Ende SAP, Rheinmetall und MTU.

„Mit dem heutigen Handelstag beginnt der September. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre ist der September einer von nur drei Börsenmonaten, in denen die Dax-Bilanz negativ ausfällt“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Dass das nicht zwingend ein schlechtes Omen sein müsse, habe der eben zu Ende gegangene August gezeigt. „Trotz ebenfalls negativer Durchschnittsbilanz hatte der August 2026 ein positives Ende. Dennoch ist beim Dax die Häufung negativer September-Ergebnisse in der jüngeren Vergangenheit auffällig. In den letzten sechs Jahren entwickelte sich der Dax im September nur ein einziges Mal positiv.“

„Die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran lässt den Ölpreis weiter ansteigen“, fügte Altmann hinzu. „Hier ist gerade eine gefährliche Eskalation im Gange. Und solange der Rhythmus aus Angriff und Vergeltung nicht aufhört, wird Aufwärtsdruck auf dem Ölpreis lasten.“ Mit dem Ölpreis stiegen Inflationssorgen und Zinsen. Erneut gibt es bei den Staatsanleihen-Renditen neue Rekorde zu vermelden. „Besonders auffällig ist aktuell der Anstieg bei den fünfjährigen Laufzeiten. Hier stehen die Renditen deutscher Staatspapiere jetzt so hoch wie zuletzt im Jahr 2008“, so der Analyst. „Was Anleger freut, wird für die Staaten jetzt zur immer größeren Belastung. Wir sehen jetzt Renditen, die teilweise über denen aus der Zeit der Eurokrise liegen. Hier steht sowohl den Staaten als auch dem Kapitalmarkt jetzt ein echter Härtetest bevor.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1602 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8619 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 91,78 US-Dollar; das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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