Die Spitze des BSW Sachsen-Anhalt hat den Parteiaustritt der Thüringer Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf aus dem BSW begrüßt. „Mit dem Austritt von Katja Wolf gibt es endlich Klarheit. Der Druck aus der Mitgliedschaft war in den vergangenen Wochen deutlich geworden: Viele Mitglieder wollten, dass das BSW wieder erkennbar die Politik macht, für die es gegründet wurde“, sagten die Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Thomas Schulze sowie der BSW-Landesvorsitzende John Lucas Dittrich der „Welt“.
Frau Wolf habe dagegen für einen Kurs gestanden, der die „Brandmauer-Politik von CDU und Linken letztlich fortgesetzt“ und Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) im Amt gehalten hätte. Voigt, der unter Plagiatsverdacht steht, hätte sein Amt längst abgeben sollen.
Wolf und neun weitere Thüringer BSW-Landtagsabgeordnete verkündeten am Freitag ihren Austritt aus dem BSW. Dies geschah im Protest gegen den Kurs von Parteigründerin Sahra Wagenknecht und dem Bundesvorstand. Für den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt sei das ein gutes Zeichen, heißt es von den ehemaligen Parteifreunden.
„Mit dem Austritt von Frau Wolf ist nun auch im BSW Thüringen der Weg frei für den Kurs, für den Sahra Wagenknecht steht und den wir in Sachsen-Anhalt konsequent vertreten: ein eigenständiges BSW, das sich weder an CDU noch Linke bindet, Sachfragen nach ihrem Inhalt entscheidet, sich nicht in die gescheiterte Brandmauer-Logik einordnet und mutig für die Interessen der Bürger streitet“, so Wittig, Schulze und Dittrich. Viele Wähler in Sachsen-Anhalt unterstützten den Kurs von Wagenknecht und nicht den von Wolf. „Das gibt uns Rückenwind für die letzten Tage des Wahlkampfs. Jetzt geht es darum, am Sonntag ein starkes Ergebnis zu erreichen und mit einem eigenständigen BSW in den Landtag einzuziehen.“
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