Sachsen-Anhalt: Wagenknecht will mit AfD sondieren, lehnt Koalition und Siegmund als Ministerpräsident ab

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat sich für Sondierungsgespräche mit der AfD in Sachsen-Anhalt ausgesprochen, lehnt eine Koalition mit dem Wahlsieger aber weiter ab.

„Was wir vor der Wahl gesagt haben, gilt auch danach. Junge Parteien sollten nicht nach ihrem ersten Einzug in den Landtag in eine Regierung eintreten“, sagte Wagenknecht dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das Angebot der AfD für Sondierungsgespräche nehme man aber „natürlich“ an, so die frühere Bundestagsabgeordnete.

Man wolle über Anträge zu Themen sprechen, die BSW und AfD ähnlich sehen, führte sie aus. Sachsen-Anhalt, vor allem Leuna, brauche preiswerte Energie. „Nord Stream muss aufgedreht werden.“ Zudem strebe man eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks an. Sachsen-Anhalt solle sich gegen die Waffenlieferungen und Milliardenschecks an die Ukraine aussprechen und ein Zeichen für Frieden setzen.

Über all diese Themen werde man mit der AfD sprechen, so Wagenknecht. Eine Wahl von Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten schloss sie allerdings weiter aus. „Wir wünschen uns einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der für einen politischen Neubeginn steht“, sagte Wagenknecht. Sie fügte aber hinzu: „Ohne Akzeptanz auch der AfD und ihrer Wähler hätte ein solcher Vorschlag keine Chance.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundesregierung plant Reform: Krypto-Gewinne sollen unabhängig von Haltedauer besteuert werden

    Die Bundesregierung plant eine grundlegende Reform der Besteuerung von Kryptowerten.Nach einem Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium, über den die „Welt“ berichtet, sollen Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin, Ether und anderen…

    Rüstungskonzern Elbit Systems will in Deutschland auf über 1.000 Mitarbeiter wachsen und acht neue Standorte eröffnen

    Der israelische Rüstungskonzern Elbit will stark in Deutschland investieren.„Wir wachsen in Deutschland auf weit über 1.000 Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren und planen, bis zu acht neue Standorte über…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert