Steuerzahlerbund-Präsident Holznagel kritisiert geplante Entlastungen wegen hoher Spritpreise und fordert höhere Entfernungspauschale

Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, hat die von der Bundesregierung geplanten Entlastungen bei den Spritpreisen kritisiert.

„Unterm Strich brauchen wir zielgerichtete und dauerhaft wirksame Entlastungen – keine teuren Strohfeuer, bei denen unklar bleibt, ob sie bei den Menschen überhaupt ankommen“, sagte Holznagel der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Frühere Steuersenkungen hätten gezeigt, „dass nicht jede Entlastung an der Zapfsäule automatisch und vollständig beim Autofahrer ankommt“. Eine höhere Entfernungspauschale sei deshalb der bessere Weg, sagte Holznagel. Sie entlaste gezielt diejenigen, „die tatsächlich zur Arbeit pendeln müssen“.

Zugleich forderte er mehr Wettbewerb und eine stärkere kartellrechtliche Kontrolle. „Denn hohe Dieselpreise treffen nicht nur Autofahrer, sondern verteuern am Ende auch Waren und Dienstleistungen“, sagte Holznagel.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax fällt um 1,6 Prozent auf 25.304 Punkte – Erzeugerpreise und Inflation belasten den Markt

    Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.304 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen…

    Rente mit 63: Fünfjährige Übergangsfrist würde laut IW und IAB bis zu 2,5 Millionen Fachkräfte kosten

    Die von der SPD vorgeschlagene Übergangsfrist von fünf Jahren bis zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren würde laut Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) dazu führen,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert