Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), Ramona Pop, begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU), dass die gesetzlichen Krankenkassen künftig bei Beitragserhöhungen wieder die Versicherten informieren müssen. Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann sei ein wichtiges und überfälliges Signal, sagte Pop der „Rheinischen Post“.
Man habe immer wieder gefordert, die Abschaffung der Informationspflicht rückgängig zu machen, sagte Pop. Wer mehr bezahlen solle, müsse darüber direkt von seiner Krankenkasse informiert werden. Nur dann könnten Versicherte ihr Sonderkündigungsrecht wahrnehmen und prüfen, ob sich ein Wechsel lohne, so die VZBV-Vorständin. Die Bundesregierung sollte die Informationspflicht jetzt schnell wieder gesetzlich verankern, forderte Pop.
Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, zeigt sich derweil offen für eine Rückkehr zur Informationspflicht für gesetzliche Krankenkassen bei Beitragssteigerungen – zugleich warnt er vor neuer Bürokratie. „Selbstverständlich ist es gut und richtig, dass die Krankenkassen ihre Versicherten informieren, wenn es zu einer Änderung des Beitragssatzes kommt“, sagte Blatt der „Rheinischen Post“.
„Was wir allerdings nicht brauchen, sind bürokratische Vorgaben, die keinen echten Mehrwert stiften, sondern lediglich zu einer Erhöhung der Verwaltungskosten führen“, warnte Blatt. „Für uns ist zentral, dass wir digitale Wege für die Information nutzen können“, sagte der GKV-Chef.
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