Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 105-jährigen früheren NS-Wachmann

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen einen 105 Jahre alten früheren Wachmann des nationalsozialistischen Kriegsgefangenenlagers 326 VI K Senne in Nordrhein-Westfalen. Das berichtet die „Bild“. Dem Mann wird demnach als Wachmann des Lagers Beihilfe zum vielfachen Mord vorgeworfen.

Nach Informationen der Zeitung wurden die Ermittlungen von der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg angestoßen und im Februar an die Staatsanwaltschaft Dortmund abgegeben. Ursprünglich sei gegen zwei frühere Wachleute ermittelt worden. Einer der beiden Beschuldigten sei inzwischen gestorben.

Das Stalag 326 bestand von 1941 bis 1945. Mehr als 300.000 Kriegsgefangene durchliefen das Lager, darunter vor allem sowjetische Soldaten. Die Schätzungen zur Zahl der Todesopfer reichen von 15.000 bis 70.000. Die Gefangenen litten unter Hunger, Krankheiten und katastrophalen hygienischen Bedingungen. Mord und Beihilfe zum Mord verjähren in Deutschland nicht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Wohngeld 2025 auf Rekordhoch: 1,3 Millionen Haushalte und fast 5 Milliarden Euro Ausgaben

    Am Jahresende 2025 haben rund 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld bezogen. Das waren 7,2 Prozent oder rund 90.000 Haushalte mehr als ein Jahr zuvor.Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am…

    Bauhauptgewerbe: Auftragseingang sinkt im Juli 2026 um 9,2 Prozent

    Der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Juli 2026 gegenüber Juni 2026 kalender- und saisonbereinigt um 9,2 Prozent gefallen.Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, nahm der Auftragseingang im…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert