Sperrungen nach Kampfmitteleinsatz bei Groß Glienicke aufgehoben

Der Kampfmitteleinsatz im Waldgebiet bei Groß Glienicke ist am Mittwoch erfolgreich beendet worden. Das teilte die Landeshauptstadt Potsdam mit.

Der Sperrkreis ist seit 11:59 Uhr aufgehoben, damit sind auch alle Sperrungen rund um den Fundort aufgehoben. Die Menschen, die im Sperrkreis leben, können ab sofort wieder in ihre Wohnungen zurück; die B 2 und die L 20 sind wieder uneingeschränkt befahrbar.

Sprengmeister Mike Schwitzke und das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Brandenburg haben alle vier Sprengungen erfolgreich durchgeführt.

Seit 9:30 Uhr war der Bereich in einem Radius von 1.500 Metern um den Fundort gesperrt. Etwa 700 Potsdamer und 150 Berliner mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

Im Sperrkreis lagen unter anderem die Waldsiedlung Groß Glienicke, die Preußenhalle, das Landesamt für Umwelt, eine Gemeinschaftsunterkunft sowie eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. In Berlin-Spandau waren rund 50 Einfamilienhäuser, der Landschaftsfriedhof Gatow, Teile der Rieselfelder sowie der Habichtswald von den Sperrungen betroffen.

In Dallgow-Döberitz im Landkreis Havelland war hingegen nur eine landwirtschaftlich genutzte Fläche betroffen. Während der Maßnahme waren zudem die B 2 und die L 20 gesperrt.

Es war der vierte Einsatz aufgrund von Munitionsfunden in diesem Jahr in Potsdam.

Dabei wurde erstmals eine ordnungsbehördliche Lage nicht nur in Abstimmung mit einem angrenzenden Landkreis, sondern auch über die Landesgrenze nach Berlin hinweg geplant und durchgeführt. Neben der Landeshauptstadt Potsdam waren der Landkreis Havelland und der Berliner Bezirk Spandau betroffen.

Die Einsatzleitung für die Gesamtmaßnahme lag beim Ordnungsamt der Landeshauptstadt Potsdam; die jeweiligen Behörden und Einsatzkräfte sicherten ihre Bereiche in eigener Zuständigkeit.

Bei der Maßnahme waren 435 Helfer im Einsatz, um den Sperrkreis in Potsdam, Berlin und Dallgow-Döberitz abzusichern. Darunter waren 23 Mitarbeiter des Ordnungsamtes, 115 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, 159 Einsatzkräfte der Berliner Polizei und 28 der Brandenburger Polizei.

Unterstützt wurden sie von 30 Kameraden der Berufsfeuerwehr Potsdam, 18 der Berufsfeuerwehr Berlin und 14 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke. Das Gebiet in Dallgow-Döberitz sicherten 41 Mitarbeiter des Ordnungsamts Dallgow ab.

Die Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg waren bei einer systematischen Munitionssuche im Vorfeld von forstwirtschaftlichen Maßnahmen im Auftrag der Bundesimmobilienverwaltung gefunden worden.

Unter den Funden waren Bomben, Granaten und Handgranaten. Aktuelle Informationen gibt es unter www.potsdam.de/bombe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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