Dax startet positiv: Nasdaq-Rekord, schwache Auftragseingänge und Anleiherenditen im Fokus

Der Dax ist am Dienstagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.415 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Der Dax folgte damit zunächst einmal den positiven Vorgaben aus dem Technologiesektor. „An der Wall Street hat der Nasdaq 100 mit einem neuen Rekordhoch den Sorgen über steigende Anleiherenditen die Stirn geboten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Auch die technologielastigen Börsen in Asien griffen diese Bewegung auf.“

„Damit müssen sich die Anleger weiterhin zwischen zwei Opportunitäten an den Finanzmärkten entscheiden. Auf der einen Seite die KI- und Halbleiterunternehmen mit ihren Billionenbewertungen, auf der anderen Seite Staatsanleihen mit immer attraktiveren Renditen. Mehr als fünf Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen lösen bei vielen Investoren Begehrlichkeiten aus und werden zunehmend zur echten Anlagealternative.“

„Belastend wirken zum Handelsstart in Frankfurt die deutschen Auftragseingänge. Die Bestellungen der Industrie brachen um 10,6 Prozent ein und damit wesentlich stärker als erwartet. Verantwortlich dafür sind vor allem deutlich rückläufige Großaufträge aus Bereichen wie Rüstung, Schiffbau und Flugzeugbau. Die Anleger nehmen die schwachen Daten bislang allerdings lediglich zur Kenntnis.“

„Da die heutige Agenda kaum neue Impulse bereithält, dürfte das Duell zwischen Technologieaktien und Anleiherenditen den Handel bestimmen. Noch gewinnt die KI-Euphorie diesen Zweikampf. Je attraktiver die Renditen am Anleihemarkt werden, desto höher liegt allerdings die Messlatte für weitere Kurssteigerungen bei Aktien“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1217 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8915 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ leicht nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.137 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,59 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 99,62 US-Dollar, das waren 70 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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