Bundesrechnungshof rügt Haushaltspolitik: Finanzlücke könnte bis 2030 auf 31,2 Prozent wachsen

Der Bundesrechnungshof rügt in einem neuen Gutachten die Haushaltspolitik der Bundesregierung und wirft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine fahrlässige Schuldenpolitik vor. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe)unter Berufung auf ein 58-seitiges Gutachten, das unter anderem an den Haushaltsausschuss des Bundestags verschickt wurde.

Darin warnen die Prüfer davor, dass das Loch zwischen Einnahmen und Ausgaben immer größer wird. Im Jahr 2027 werde die Lücke um 2,7 auf 28,9 Prozent steigen, heißt es. Bis 2030 soll dieses Loch auf 31,2 Prozent steigen. Grund sei, dass die Ausgaben deutlich schneller stiegen als die Einnahmen.

Die Prüfer taxieren die Lücke in den Haushaltsplanungen bis 2030 auf derzeit 108 Milliarden Euro. Es gebe einen bleibenden Konsolidierungsdruck. Der Deutsche Bundestag sollte hierzu die Bundesregierung in die Pflicht nehmen, heißt es in dem Gutachten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bundeshaushalt 2028: CDU-Finanzpolitiker warnen vor 28-Milliarden-Euro-Lücke und fordern Sparmaßnahmen

    Die Union sieht im Bundeshaushalt für das Jahr 2028 eine Lücke von 28 Milliarden Euro.„Wir müssen noch in diesem Jahr anfangen, uns konkret um den Bundeshaushalt 2028 zu kümmern“, sagte…

    US-Börsen fallen: Dow verliert 0,3 Prozent, Ölpreis steigt nach Iran-Angriffen in der Straße von Hormus

    Die US-Börsen haben am Freitag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.002 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.Wenige…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert