Potsdam. Die Ankündigung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), die Fahrpreise zum Januar im Durchschnitt um 3,72 Prozent anzuheben, hat die Landesvorsitzende des BSW Brandenburg, Friederike Benda, kritisiert.
Das teilte das BSW Brandenburg mit. Die Preissteigerung sei ein Griff in die Taschen der arbeitenden Mitte, der Rentner und Familien in Brandenburg, erklärte Benda.
Die Landesregierung trage Mitverantwortung, wenn sie tatenlos zusehe, wie Mobilität zum unbezahlbaren Luxus werde.
Benda verwies darauf, dass das Deutschlandticket auf 66,80 Euro verteuert worden sei und ein Vier-Fahrten-Ticket nach ihren Angaben mehr als 13 Euro kosten solle. Die Verkehrsbetriebe rechtfertigten die Preiserhöhung mit gestiegenen Energiekosten.
Die BSW-Landesvorsitzende führt diese Kosten auf eine aus ihrer Sicht realitätsblinde Energie- und Sanktionspolitik sowie auf eine als US-Vasallenschaft bezeichnete Politik der Regierenden zurück. Es sei eine Frechheit, dass die Bürger nun am Fahrkartenautomaten für politisches Totalversagen in Bund und Land zahlen sollen.
Wer ein grundlegendes Bedürfnis wie Bus- und Bahnfahren derart verteuere, habe jeden Bezug zur Lebensrealität der Menschen verloren, erklärte Benda.
Sie forderte die Landesregierung auf, ihr aus ihrer Sicht unerträgliches Wegducken zu beenden und sich im VBB dafür einzusetzen, die Preiserhöhung zu stoppen.

