Wehrpflicht-Debatte: ASB fordert rechtzeitige Vorbereitung für Zivildiens

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) begrüßt die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), einen neuen freiwilligen Gesellschaftsdienst einzuführen, fordert zugleich aber Vorbereitungen für einen möglicherweise verpflichtenden Zivildienst.

„Freiwilligkeit ist uns lieber, aber wir müssen uns rechtzeitig mit dieser Frage beschäftigen“, sagte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein der Funke-Mediengruppe mit Blick auf eine mögliche verpflichtende Wehrpflicht oder einen verpflichtenden Zivildienst. Wenn es eine Art Zivildienst geben sollte, könne man nicht erst mit der Planung beginnen, wenn er starte. Man müsse bei einer Neugestaltung die positiven Erkenntnisse des Bundesfreiwilligendienstes und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einbeziehen. Den abgeschafften Zivildienst in seiner alten Form wieder einzuführen, lehnte Fleckenstein dagegen ab.

Auch für den Gesellschaftsdienst empfiehlt Fleckenstein, sich am Bundesfreiwilligendienst und am FSJ zu orientieren – aber mit Anpassungen. „Wir wollen die jungen Menschen stärker ausbilden in dieser Zeit, sie in den Bevölkerungsschutz mit einbeziehen“, sagte Fleckenstein. Dafür dürfe die Dauer nicht zu kurz sein. Natürlich brauche es eine bessere Vergütung als derzeit, sodass sich Absolventen zumindest das Minimum des Unterhalts leisten könnten. Das könnte man regional unterschiedlich gestalten, denn natürlich seien in den Metropolen die Lebenshaltungskosten höher, schlug Fleckenstein vor.

Der ASB-Chef begrüßte zudem den Ansatz, dass auch ältere Menschen in den Gesellschaftsdienst einbezogen werden könnten. Sollte der Dienst kommen, sei der ASB in der Lage, die Zahl der rund 1.500 Personen, die derzeit Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ im ASB absolvieren, „problemlos“ zu verdoppeln.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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