Im Jahr 2023 sind in Mecklenburg-Vorpommern 312.500 Tonnen gefährliche Abfälle angefallen. Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern teilte am Donnerstag, dass sich die Menge im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Prozent erhöhte.
Gefährliche Abfälle umfassen Stoffe, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen, wie verunreinigte Verpackungen, blei-, nickel- oder cadmiumhaltige Batterien, Bremsflüssigkeiten, Druckfarben, Klebstoffe und Kunstharze, Leuchtstoffröhren, Photochemikalien sowie chlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle.
Erstmals wurde der Großteil dieser gefährlichen Abfälle, nämlich 54,1 Prozent oder 169.100 Tonnen, zur Weiterbehandlung an Entsorger in andere Bundesländer abgegeben. Die größten Abnehmer waren Anlagen und Lager in Brandenburg mit 59.800 Tonnen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 25.100 Tonnen und Sachsen-Anhalt mit 21.300 Tonnen.
Im Land selbst verblieben 45,9 Prozent der Abfälle, was einer Menge von 143.400 Tonnen entspricht. Diese wurden sach- und fachgerecht zwischengelagert oder behandelt.
Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Menge der im Land verbleibenden Abfälle erheblich um 31,3 Prozent.
Der überwiegende Anteil der gefährlichen Abfälle, 59,7 Prozent oder 186.600 Tonnen, fiel im Wirtschaftsbereich „Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“ an. Hierbei handelte es sich vor allem um gefährliche Bau- und Abbruchabfälle sowie Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen und öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen.
Eine weitere große Menge an gefährlichen Abfällen resultierte aus dem Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“ mit 19,6 Prozent oder 61.300 Tonnen.
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