Ukrainischer Botschafter wirft deutschen Unternehmen „Beihilfe zum Mord“ vor

Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew wirft deutschen Unternehmen, die Geschäfte mit Russland machen, „Beihilfe zum Mord“ vor. Die Strategie Russlands sei seit Jahrzehnten die Vernichtung der Ukraine, sagte Makejew der „Neue Deister Zeitung“ im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Gespräche mit Moskau seien gut und Kiew sei dazu bereit. „Aber Handeln ist besser“, so der Botschafter. Das fange allerdings in der Wirtschaft an.

Er beklagte, dass einige deutsche Unternehmen nach wie vor in Russland aktiv seien und dort Steuern zahlten. „Mit dem Geld werden neue Raketen auf unsere Köpfe geworfen. Wer Geschäfte mit Russland macht, wer Gas kauft, der leistet Beihilfe zum Mord“, so Makejew.

Mit Blick auf den Nato-Gipfel in der nächsten Woche in Den Haag drängte der Botschafter in Deutschland auf ein politisches Signal zur Aufnahme der Ukraine nach Kriegsende. Makejew Begründung: „Schließlich leisten wir momentan auch die Hauptaufgabe der Nato, indem wir ihren Hauptgegner in Schach halten.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD-Fraktion erteilt Unionsvorstoß zu Einbürgerungsreform klare Absage – Rekord bei Einbürgerungen 2025

    Die SPD im Bundestag hat einem Unionsvorstoß zu einer Reform des Staatsbürgerschaftsrechts eine Absage erteilt.„Wir arbeiten mit der Union auf der Grundlage des Koalitionsvertrages hervorragend zusammen. Ich bin froh, dass…

    Papst Leo kritisiert KI-gesteuerte „Kultur der Macht“ und fordert strenge ethische Regeln

    Papst Leo XIV. hat in seiner ersten Enzyklika die „Kultur der Macht“ kritisiert, die den rasanten Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) vorantreibt. Diese Technologie müsse den „strengsten“ ethischen Beschränkungen unterliegen,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert