Hausärzte fordern kostenfreie Medikamente für ME/CFS-Patienten

Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, fordert, dass Long-Covid-Patienten künftig kostenlos Zugang zu Medikamenten erhalten.

Unter gewissen Umständen könnten bestimmte Medikamente, die zwar formal nur für andere Erkrankungen zugelassen seien, auch ME/CFS-Patienten helfen, sagte Beier der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). Experten hätten entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Allerdings müssten bei diesem sogenannten Off-Label-Use die Patienten die Kosten derzeit noch in der Regel selbst übernehmen. „Das muss sich schnell ändern.“

Zugleich forderte Beier die Politik auf, Bürokratie für Betroffene abzubauen. Viele Patienten hätten „mit enormen bürokratischen Hürden zu kämpfen – von der Beantragung des Krankengeldes bis zur Bewilligung einer Haushaltshilfe“. Viele seien damit nachvollziehbarerweise überfordert. „Hier wäre die Politik gefragt, die bürokratischen Hürden zu senken und für klarere und einfachere Prozesse zu sorgen“, sagte er.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 650.000 Menschen infolge einer Virusinfektion an ME/CFS erkrankt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Pro Bahn fordert Preissenkungen statt Preisstabilität bei der Deutschen Bahn

    Die Ankündigung von Bahnchefin Evelyn Palla, die Bahnpreise für den Fernverkehr wegen der Energiekrise ab dem 1. Mai ein Jahr stabil halten zu wollen, reicht aus Sicht des Fahrgastverbandes Pro…

    Fahrkartenautomat am Bahnhof Brück gesprengt

    Am Bahnhof Brück ist in der Nacht zum Samstag ein Fahrkartenautomat durch eine Explosion zerstört worden. Die Polizeidirektion West teilte mit, dass ein Zeuge gegen 01:45 Uhr einen lauten Knall…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert