Grüne kritisieren Pläne für niedrigere Löhne von Saisonarbeitern

Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben die Pläne des Bauernpräsidenten Joachim Rukwied scharf kritisiert, ausländischen Saisonarbeitern künftig nur noch 80 Prozent des Mindestlohns zu zahlen. Das teilte der Landesvorsitzende Ole Krüger mit.

Er bezeichnete den Vorschlag als „Schlag ins Gesicht“ für tausende Arbeitskräfte, die unter harten Bedingungen in der Landwirtschaft arbeiteten.

Krüger betonte, ein Mindestlohn müsse für alle gelten – ohne Ausnahmen. Alles andere sei eine Spaltung in Arbeitnehmer erster und zweiter Klasse und absolut inakzeptabel.

Der Grünen-Politiker kritisierte zudem Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU), der den Vorschlag in Erwägung zieht.

Landwirtschaftliche Betriebe fänden die dringend benötigten Erntehelfer häufig nur noch im Ausland, so Krüger weiter. Diese arbeiteten oft für wenig Geld und müssten obendrein noch für Unterkunft und Verpflegung zahlen.

Ihnen den Mindestlohn zu kürzen, werde nicht dazu führen, dass mehr Menschen auf die Felder kommen, warnte der Grünen-Politiker.

  • Related Posts

    Schwesig skeptisch über CDU-AfD-Abgrenzung

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Zweifel geäußert, ob die Abgrenzung der CDU gegenüber der AfD nach der kommenden Landtagswahl Bestand haben wird, zugleich aber eine Zusammenarbeit ihrer eigenen Regierung mit…

    Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern (04.02.2026)

    In Mecklenburg-Vorpommern bleibt es heute stark bewölkt. Von Süden her zieht etwas Schneefall nordwärts, der etwa einen Zentimeter Neuschnee bringen kann und zu Glätte führen wird. Am Nachmittag wird es…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert