Russischer Militärattaché in Deutschland ausgewiesen – Bundesregierung reagiert auf Spionagevorwürfe im Ukraine-Krieg

Die Bundesregierung hat den stellvertretenden Militärattaché der russischen Botschaft in Deutschland zur Ausreise aufgefordert.

„Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht – erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus“, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. „Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von Russland spioniert hat.“

Wie der „Spiegel“ berichtet, soll die Aufforderung im Zusammenhang mit der Festnahme einer mutmaßlichen russischen Spionin am Mittwoch stehen. Der stellvertretende Militärattaché sei in Wirklichkeit für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen und habe die Festgenommene „seit langer Zeit geführt“, heißt es weiter. Ihrem Kontaktmann soll sie laut Bundesanwaltschaft unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    EU-Kommission wirft Meta Verstoß gegen Digital Services Act durch süchtig machendes Design vor

    Die Europäische Kommission hat vorläufig festgestellt, dass Meta mit dem süchtig machenden Design von Instagram und Facebook gegen das Gesetz über digitale Dienste verstößt.Das teilte die Brüsseler Behörde am Freitag…

    Bundespräsident Steinmeier bezieht neuen Amtssitz am Spreebogen – Schloss Bellevue wird für 600 Millionen Euro saniert

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag seinen neuen Amtssitz am Spreebogen an der Elisabeth-Abegg-Straße in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs bezogen.Der Umzug wurde notwendig, da sein bisheriger Amtssitz, das Schloss…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert