EU und Indien schließen historisches Freihandelsabkommen ab – Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Exporte fallen

Die Europäische Union und Indien haben die Verhandlungen über ein gemeinsames Freihandelsabkommen abgeschlossen.

Das Abkommen, das als das größte seiner Art gilt, soll die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den beiden Volkswirtschaften stärken, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Brüssel erwartet, dass die EU-Exporte nach Indien dadurch bis 2032 verdoppelt werden, da Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Warenexporte nach Indien abgeschafft oder reduziert werden sollen.

Bereits jetzt belaufe sich der Handel zwischen der EU und Indien auf über 180 Milliarden Euro jährlich, was fast 800.000 Arbeitsplätze in der EU unterstütze. Das Abkommen werde voraussichtlich jährlich rund 4 Milliarden Euro an Zöllen auf europäische Produkte einsparen. Besonders profitieren sollen Schlüsselindustrien der EU sowie der Agrar- und Lebensmittelsektor, da Indien der EU Zollsenkungen gewähre, die keinem anderen Handelspartner zuteilwürden.

Ein weiteres Ziel des Abkommens sei die Förderung von Nachhaltigkeit, so die Kommission. Ein spezielles Kapitel widme sich dem Handel und der nachhaltigen Entwicklung, wobei Umwelt- und Klimaschutz sowie die Rechte von Arbeitern im Vordergrund stünden. Die EU und Indien planen zudem die Unterzeichnung eines Memorandums, um eine Plattform für die Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz zu schaffen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Justizministerin Hubig: „Nur Ja heißt Ja“-Regelung auch für Erwachsene einführen

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) dringt auf die Einführung der Regelung „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht für alle Altersgruppen. „Wir brauchen eine Regelung nach dem Prinzip `Nur Ja heißt Ja`“,…

    Nach CSD-Anschlag: Justizministerin Hubig plant Gesetzesverschärfungen und Grundgesetzänderung

    Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will nach dem Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) mehrere Gesetze nachschärfen und das Grundgesetz ändern.„Ich bin dafür, dass wir Artikel 3 Absatz 3…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert