Dax steigt trotz geopolitischer Unsicherheit – Analyst nennt Gründe für Erholung

Der Dax ist am Donnerstag nach einem schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag in den grünen Bereich vorgerückt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.300 Punkten berechnet und damit 0,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, Symrise und MTU, am Ende die Deutsche Post, Qiagen und Fresenius.

„Gerüchte über einen möglichen Verhandlungswillen des Iran mit Bezug auf das Atomprogramm sorgten heute einmal mehr für Erleichterung an den Finanzmärkten und hievten den Dax ins Plus“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Allerdings kam es danach zu weiteren militärischen Interaktionen, und nicht wenige auf dem Parkett stellen sich auch die Frage, wer denn mit den USA sprechen könnte, wenn es aktuell keinen eindeutigen Verhandlungsführer im Iran gibt.“ Die Situation bleibe also weiterhin verworren und daran werde sich wahrscheinlich auch mal mindestens bis zum Wochenende nicht viel ändern.

„Ebenfalls hilfreich für den Gesamtmarkt sind die erneut nachlassenden Energiepreise“, so Lipkow. Die Rohölsorte Brent war heute kurzzeitig an die 85-Dollar-Marke herangelaufen und notiert jetzt wieder bei 83 Dollar. „Beim Öl geht es derzeit eher um die Trenddynamik als um die tatsächlichen Preisniveaus. Die Investoren fürchten sich vor einer Phase höherer Preise, die dann die Inflationsdynamik erneut beflügeln könnte und den Notenbanken den Spielraum für Zinssenkungen nehmen.“

Die konjunkturelle Frage spiele sich ebenfalls wieder etwas in den Vordergrund, da sich der Krieg im Nahen Osten als unkalkulierbar darstelle. „Investoren aber benötigen Leitplanken für ihre Entscheidungen, und daher rücken die heutigen US-Arbeitsmarktdaten in den Fokus“, sagte der Analyst.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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