Bundespolizei hat zu wenige Sprengstoffhunde – GdP fordert Reform des Diensthundewesens

Der Bundespolizei gehen offenbar die Sprengstoffhunde aus.

Wie die „Rheinische Post“ (Dienstag) berichtet, fehlen nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hunderte Diensthunde. Der Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei und Zoll, Andreas Roßkopf, sagte der Zeitung: „Die Struktur des Diensthundewesens der Bundespolizei ist bedingungslos überaltert.“

Roßkopf ergänzte, fehlende Arbeitsmittel seien keine Seltenheit. „Oftmals scheitert es bereits an Hundeleinen, aber auch an Schutzbekleidungen für Schutzdiensthelfer und an geeigneten Sprengstoffen für die Ausbildung.“ Laut Gewerkschaft müsste die Bundespolizei derzeit über 629 Diensthunde verfügen. Tatsächlich seien aber nur 446 vorhanden und davon 308 einsatzfähig. Die Bundesregierung bestätigte Mitte März in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken die prekäre Lage: „Die Bundespolizei verfügte seit 2010 durchschnittlich über 450 Diensthunde. Tendenz abnehmend.“

Roßkopf forderte zügig eine Reform des Diensthundewesens bei der Bundespolizei. So hätten technische Hilfsmittel noch lange nicht die Leistungsfähigkeit wie etwa gut ausgebildete Sprengstoffhunde. Notwendig seien daher eine „Kopfstelle Diensthundewesen“ sowie zeitgemäße Liegenschaften und Trainingsmöglichkeiten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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