DAK-Chef Storm kritisiert Pflegereform

Der Chef der Krankenkasse DAK-Gesundheit, Andreas Storm, hat die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform scharf kritisiert. „Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge zur Pflegereform verschärfen das Problem der stark steigenden Heimentgelte drastisch“, sagte Storm dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Statt – wie angekündigt – die Heimbewohner bei den Eigenanteilen zu entlasten, sollen Leistungen massiv gekürzt werden“, beklagte er. Nach ersten Einschätzungen der DAK-Gesundheit würde dadurch die Sozialhilfequote in der stationären Pflege von aktuell 37 Prozent spätestens bis zum Jahr 2029 über die 40-Prozent-Marke steigen, rechnete Storm vor. Im kommenden Jahrzehnt drohe dann sogar ein Anstieg auf 50 Prozent.

„Dadurch würde das Pflegeheim für immer mehr Menschen endgültig zur Armutsfalle“, warnte er. Im Gegensatz zu den Reformvorschlägen der gesetzlichen Krankenversicherung gingen diese Spar-Vorschläge in der Pflege fast ausschließlich zulasten der Beitragszahler und Pflegebedürftigen. „Eine solche Reform kann keine Akzeptanz finden“, so der Kassenchef.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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