VW-Integration der Sachsen-Tochter verzögert sich um bis zu zwei Jahre

Volkswagen verschiebt die geplante Integration seiner Sachsen-Tochter offenbar um bis zu zwei Jahre. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise. Eine Entscheidung wird am Montag im Aufsichtsrat der Volkswagen Sachsen GmbH erwartet.

Ein Sprecher bestätigte die Verzögerung, nannte aber keinen neuen Zeitplan. Als Grund verwies der Konzern auf technische Anpassungen, insbesondere bei IT-Systemen. Konzernintern soll es Probleme bei der Einführung eines SAP-Systems gegeben haben. Volkswagen halte an der vollständigen Integration fest.

Ursprünglich war der Zusammenschluss für Anfang 2027 geplant und bereits 2021 angekündigt worden. Für die rund 10.000 Beschäftigten hat die Verschiebung nach Unternehmensangaben keine materiellen Auswirkungen. Tariflich ist die Sachseneinheit bereits seit Anfang des Jahres an die Wolfsburger Volkswagen AG angepasst.

Dennoch trifft die Nachricht auf ein sensibles Umfeld: Vor allem das Werk Zwickau steht unter Druck, nachdem zuletzt mehrere Modelle verlagert wurden und der Standort strengen Kostenvorgaben unterliegt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CSU-Chef Söder drängt auf Bürgergeld-Kürzung und warnt vor Steuererhöhungen

    CSU-Chef Markus Söder hat auf eine Absenkung des Bürgergeldes vorgeschlagen, um die angespannte Haushaltslage zu verbessern.„Der Bund hat durchaus Spielräume, etwa beim Sozialetat von rund 200 Milliarden Euro und beim…

    Landkreistag: GKV-Reform gefährdet Luftrettung und Kliniken auf dem Land

    Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat sich der ADAC-Warnung vor Einschnitten bei der Luftrettung angeschlossen und befürchtet durch die GKV-Reform eine dramatische Verschlechterung der Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen.„Wir sind als…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert