Meinungsforscher sieht trotz hoher Umfragewerte noch ungenutztes Wählerpotenzial für AfD

Die AfD kann nach Einschätzung des Meinungsforschers Roberto Heinrich trotz hoher Umfragewerte noch weitere Wähler gewinnen.

Die AfD verfüge mittlerweile über einen großen verfestigten Wählersockel, sagte der Demoskop vom Institut Infratest dem „Handelsblatt“. Die Anhänger der Partei wiesen sehr enge Bindungen zur AfD auf, etwa bei Kompetenzzuschreibungen und der Bewertung der eigenen Partei. Zugleich schlössen sie andere Parteien als Wahloption aus.

Nach Heinrichs Einschätzung erklärt diese Bindung, warum die Partei seit Monaten hohe Werte erreicht. Dies stabilisiere die AfD-Umfragewerte auf hohem Niveau und schließe einen Aufwuchs auch nicht aus, sagte er. Wie groß das zusätzliche Wählerpotenzial der AfD ist, hängt Heinrich zufolge nicht allein von den bevorstehenden Landtagswahlen ab. Maßgeblich sei, wie sich die politische Gesamtlage und die Themenagenda entwickelt und welche Strategien die politischen Wettbewerber im Umgang mit der AfD an den Tag legen. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hätten darauf nur begrenzten Einfluss.

Ein klarer Erfolg bei den Landtagswahlen könnte der Partei aber zusätzliche Wirkung verschaffen. „Ein hoher AfD-Zuspruch bei den Landtagswahlen im Herbst mit deutlichen Vorsprüngen vor den Wettbewerbern würde aber eine gewachsene politische Relevanz signalisieren und insgesamt eine Aufwertung der Partei bedeuten“, sagte Heinrich.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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