Die Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat den gemeinsamen Zukunftsplan Kita als „Meilenstein“ für die frühkindliche Bildung gewertet. Die Verständigung zwischen Landesregierung, Kommunen, Gewerkschaften, Elternvertretungen, Trägern und den Initiatoren des Volksbegehrens zeige, was im Dialog möglich sei, sagte die bildungspolitische Sprecherin Jeannine Rösler am Donnerstag.
Kern des Plans sind verbesserte Betreuungsschlüssel.
Ab Januar 2027 soll in der Krippe eine Fachkraft künftig für fünf statt bislang sechs Kinder zuständig sein. Im Hort soll ab August 2027 eine Fachkraft 21 Kinder betreuen.
Weitere Verbesserungen sind für die Folgejahre vorgesehen: Ab 2028 soll das Verhältnis im Kindergarten auf 13 Kinder je Fachkraft verbessert werden, im Hort perspektivisch auf 20 Kinder. Die Linksfraktion hob hervor, dass dies mehr Zeit für jedes Kind, mehr Aufmerksamkeit und eine bessere pädagogische Qualität bedeute.
Der Zukunftsplan sieht zudem die Einrichtung regionaler Runder Tische vor, um Beschäftigungsperspektiven für pädagogische Fachkräfte zu schaffen, die aufgrund sinkender Kinderzahlen nicht verloren gehen sollen.
Ab 2027 ist ein verbindlicher Zukunftspakt Kita geplant, der die langfristige Weiterentwicklung der Kindertagesförderung unter Einbeziehung aller Beteiligten sicherstellen soll. Rösler betonte, der Plan sei ein großer und wichtiger Schritt, aber nicht das Ende des Weges.
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