Bundesfamilienministerin Prien pocht auf Reform von „Demokratie leben“ und fordert mehr Wirksamkeit

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) verlangt von den Maßnahmen, die im Programm „Demokratie leben“ gefördert werden, mehr Wirksamkeit.

Sie bekenne sich ausdrücklich zu Demokratiebildung und Extremismusprävention, sagte Prien der „Welt am Sonntag“. „Natürlich brauchen wir das, wenn die politischen Ränder stärker werden und Antisemitismus sowie Islamismus zunehmen. Aber wir müssen genauer hinschauen, welche Maßnahmen wirklich wirksam sind“, so Prien weiter. „Die pauschale Vorstellung, alles, was irgendwie Zivilgesellschaft stärkt, stärke automatisch auch die Demokratie, teile ich so nicht.“

Das eigentliche Problem sei, dass die Bereitschaft zu Diskurs und Kompromiss verloren gehe. „Viele Menschen bewegen sich nur noch in ihren digitalen Echokammern“, behauptete die Ministerin. „Deshalb müssen wir wieder Orte stärken, an denen Demokratie praktisch erlebt wird – in Schulen, Vereinen, Jugendverbänden oder auch Sportvereinen“, sagte Prien.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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