Deutschland scheitert im Elfmeterschießen gegen Paraguay bei der Fußball-WM

Deutschland ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Paraguay nach einem 3:4 im Elfmeterschießen ausgeschieden. Nach 90 wie auch nach 120 Minuten stand es 1:1.

Die Partie begann mit klarer technischer Überlegenheit der Deutschen, aber auch dem klaren Unvermögen, den Ball in Paraguays Tor zu bringen. Stattdessen gab es einen herben Rückschlag für die deutsche Mannschaft, als Julio Enciso in der 42. Minute Paraguay formschön per Kopf in Führung brachte. Die Südamerikaner nutzten eine Unachtsamkeit in der deutschen Abwehr, als Matias Galarza nahezu unbedrängt flanken konnte und Enciso am Elfmeterpunkt perfekt bediente.

Nach der Halbzeitpause erhöhte Deutschland den Druck und wurde in der 54. Minute belohnt. Kai Havertz glich per Kopf aus, nachdem Florian Wirtz eine präzise Flanke aus dem Halbfeld geschlagen hatte. Die deutsche Mannschaft versuchte, das Spiel zu kontrollieren, doch Paraguay verteidigte kompakt, ließ nur wenige klare Chancen zu und war in seltenen Fällen auch immer wieder brandgefährlich.

Das Spiel ging als erste Partie bei dieser WM in die Verlängerung und Paraguay zeigte sich auch dort als zäher Gegner. Nach einer Ecke in der 103. Minute wuchtete Tah den Ball per Kopf in Paraguays Tor, aber der Treffer wurde nach Begutachtung der Videoaufnahmen zurückgenommen, weil Anton den gegnerischen Keeper Gill, nachdem der Ball im Spiel war, geschubst und kurz zu Boden gebracht hatte – eine umstrittene Entscheidung.

Im Elfmeterschießen hatte Paraguay schließlich die besseren Nerven. Havertz und Woltemade ließen ihre Versuche von Paraguays Keeper Orlando Gill halten, Tah schoss weit übers Tor.

Damit trifft Paraguay im Achtelfinale am 4. Juli um 23:00 Uhr deutscher Zeit in Philadelphia auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden, die am Dienstagabend ausgespielt wird.

Foto: Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer via dts Nachrichtenagentur

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