Merz und Selenskyj sprechen über Patriot-Raketen und Frontlage

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dabei sei es schwerpunktmäßig um Raketen für die Patriot-Systeme der Ukraine gegangen, teilte Selenskyj am Samstag mit.

Es gehe um die Möglichkeit, die Patriot-Systeme mit den benötigten Raketen zu versorgen, denn Russland setze nun alles auf eine Karte und setze auf Raketenangriffe gegen die Ukraine. „Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen“, so Selenskyj.

Beide hätten zudem auch die Lage an der Front besprochen, fügte der Präsident hinzu. Er habe Merz über die neuesten Entwicklungen und unsere Erfolge informiert. Meldungen, dass russische Truppen angeblich Kostjantyniwka im Donbass eingenommen hätten, wies Selenskyj in dem Gespräch zurück. „Das ist natürlich nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge, ein Versuch, eine Art Schlagzeile zu generieren“, so der ukrainische Staatschef. „Wäre Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle, hätte Putin vielleicht kein Problem damit, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu finden, diesen Krieg endlich zu beenden.“ Tatsache sei jedoch, dass Putin die Frontlinie nicht überqueren werde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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