Linke fordert klare Regeln für Wettbewerb im Schienenfernverkehr

Die Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat sich für klare Regeln im Wettbewerb auf dem Schienenfernverkehr ausgesprochen. Das hat der verkehrspolitische Sprecher Henning Foerster am Donnerstag mitgeteilt.

Anlass ist der geplante Markteintritt des Anbieters Italo im Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Foerster betonte, dass man nicht per se gegen Wettbewerb sei. Allerdings dürfe es nicht dazu kommen, dass sich private Anbieter die lukrativen Strecken herauspicken, während Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern vom Fernverkehr abgehängt würden.

Dies hätte negative Folgen für die Mobilität der Menschen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsverhältnisse bei der Bahn. Städte wie Rostock und Schwerin müssten weiterhin eine verlässliche Fernverkehrsanbindung erhalten.

Der Abgeordnete unterstützt daher den Vorschlag des EVG-Vorsitzenden Martin Burkert, die Vergabe von Trassen an Paketlösungen zu knüpfen.

Dabei würden attraktive Strecken mit weniger nachgefragten, aber verkehrspolitisch wichtigen Verbindungen gekoppelt. Ein solches Modell habe sich im Regionalverkehr bereits bewährt und könne auch im Fernverkehr mehr Wettbewerb ermöglichen, ohne das bestehende Netz zu gefährden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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