Das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ein mutmaßlich illegales Labor zur Herstellung von Methamphetamin in Ludwigsfelde ausgehoben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, wurden bei dem Einsatz am Mittwoch rund 30 Kilogramm Methamphetamin sowie fast 50 Liter mutmaßliche Methamphetamin-Base sichergestellt.
Das Labor befand sich den Angaben zufolge noch in der Aufbauphase.
Im Zuge der Ermittlungen, die sich gegen insgesamt zwölf Beschuldigte im Alter von 19 bis 47 Jahren richten, erfolgten 14 weitere Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg sowie eine Durchsuchung in Baden-Württemberg. Betroffen waren Wohnanschriften in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Mitte sowie Geschäftsräume in Tempelhof-Schöneberg und Pankow.
In einer Wohnung in Charlottenburg-Wilmersdorf wurden zudem fast 50 Kilogramm Cannabisprodukte, 32 Kilogramm Ketamin sowie drei scharfe Schusswaffen einschließlich Munition aufgefunden.
Der 21 Jahre alte Hauptbeschuldigte soll für das Labor drei mexikanische Staatsangehörige im Alter zwischen 46 und 47 Jahren engagiert haben, die vor Ort festgenommen wurden. Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte sieben Beschuldigte vorläufig fest.
Sechs von ihnen wurden einer Haftrichterin in Berlin und Heidelberg vorgeführt, die Haftbefehle erließ und in Vollzug setzte. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Erkenntnisse aus einem mutmaßlichen Cannabisschmuggel im Februar.
An den Maßnahmen waren mehr als 250 Einsatzkräfte beteiligt, darunter die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt, die Analytische Task Force des LKA Berlin und das THW.
Foto: Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg via dts Nachrichtenagentur

