Unionsfraktion wählt Thorsten Frei zum neuen Vorsitzenden – Anschlag auf CSD thematisiert

Neben der Wahl von Thorsten Frei (CDU) als neuem Vorsitzenden ist der Anschlag auf den Berliner Christopher-Street-Day offenbar ein großes Thema in der Sondersitzung der Unionsfraktion im Bundestag am Mittwoch gewesen. Das erfuhr die dts Nachrichtenagentur am Nachmittag aus Teilnehmerkreisen.

Der bisherige Fraktionschef Jens Spahn (CDU), der durch seinen Rücktritt die kurzfristige Wahl eines Nachfolgers und damit letztlich auch eine Kabinettsumbildung nötig gemacht hatte, war einer von 23 Unionsabgeordneten, die nicht anwesend waren.

In der Fraktionssitzung, die ausnahmsweise im Plenarsaal des Bundestags stattfand, sollen Merz, Frei und Söder in Redebeiträgen den Umgang mit Spahn in den letzten Tagen kritisiert haben, hieß es weiter. Offenbar gab es aber noch viel mehr Redebedarf: Eine ursprünglich für eine Stunde nach Beginn der Fraktionssitzung anberaumte Pressekonferenz wurde auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben.

Die eigentliche Wahl von Frei ging glatt über die Bühne: Er erhielt eine Zustimmungsrate von 91,9 Prozent, und damit mehr als Spahn. Der bekam bei seiner ersten Wahl als Fraktionschef vor einem Jahr 91,3 Prozent, bei seiner Wiederwahl im Mai dann nur noch 86,5 Prozent.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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