Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese hat beim Christopher Street Day in Neustrelitz am Sonnabend ein Zeichen für Freiheit und Vielfalt gesetzt. Das teilte das Sozialministerium in Schwerin mit.
Drei Wochen nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD bekräftigte Drese die Solidarität der Landesregierung mit der queeren Community. „Dieser CSD ist heute nicht nur ein Gedenk- und Demonstrationstag, sondern auch ein Symbol unserer Freiheit und Ausdruck unserer Entschlossenheit und Solidarität“, sagte die Ministerin.
Der Berliner CSD war am 25. Juli von einem Anschlag überschattet worden.
Ein Fahrzeug war im Tiergarten in eine Menschenmenge gefahren; eine Frau wurde getötet, 31 Menschen wurden verletzt. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus.
Drese äußerte ihr Mitgefühl für das Opfer und die Angehörigen und betonte, dass die Bilder und das Erlebte viele Menschen noch lange begleiten werden. Sie verwies zugleich auf zunehmende Angriffe auf queere Einrichtungen und CSDs unter massivem Polizeischutz.
„Hass und Hetze haben zugenommen“, hob Drese hervor.
Die Ministerin forderte eine Reform des Artikels 3 des Grundgesetzes und die vollständige rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien. „Gleiche Würde muss sich auch in gleichen Rechten widerspiegeln“, unterstrich sie.
Das Land setze unter anderem auf den erweiterten Landesaktionsplan Vielfalt, die Förderung queerer Jugendverbandsarbeit und eine Beratungsstelle für transidente, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen. Mit Blick auf kommende CSDs appellierte Drese: „Bleibt laut. Bleibt unnachgiebig. Bleibt bunt und lebensfroh. Bleibt solidarisch.“
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