Ausstieg eines Finanzierungspartners: Constantin Film stoppt „Die Päpstin“-Serie mit Jella Haase kurz vor Drehstart

Die Constantin Film hat die Vorbereitungen für die geplante Fernsehserie „Die Päpstin“ gestoppt. Das bestätigte das Münchner Unternehmen der „Welt“. Grund sei der kurzfristige Ausstieg eines ausländischen Finanzierungspartners, sagte Constantin-Sprecherin Katja Wirz.

Die Dreharbeiten sollten nach Unternehmensangaben im Oktober beginnen. Die Produktion hatte sich bereits in der fränkischen Hohenzollernfestung Würzburg eingerichtet. Die dort aufgebauten Kulissen und Produktionsstrukturen müssten nun wieder abgebaut und eingelagert werden. „Wir hoffen, dass es zu einem späteren Zeitpunkt doch noch verwendet werden kann“, sagte Wirz.

Die Serie sollte auf dem erfolgreichen Stoff „Die Päpstin“ basieren. Der Roman verkaufte sich millionenfach, die Kinoverfilmung erreichte in Deutschland rund zweieinhalb Millionen Zuschauer. Für die Serienfassung war Jella Haase in der Hauptrolle vorgesehen. Constantin-Chef Oliver Berben hatte das Projekt zuvor als moderne und provokante Neuerzählung der Legende angekündigt.

Nach Branchenangaben zählte die Produktion mit einem Budget von rund 20 Millionen Euro zu den größten deutschen Film- und Fernsehvorhaben des Jahres. Öffentliche Fördermittel waren bereits zugesagt. Der Film-Fernseh-Fonds Bayern beteiligte sich mit einer Million Euro, das Medienboard Berlin-Brandenburg mit 300.000 Euro.

Constantin Film gehört zu den wichtigsten deutschen Filmproduzenten und -verleihern. Zu den erfolgreichen Produktionen des Unternehmens zählen unter anderem „Der Untergang“, „Der Baader-Meinhof-Komplex“, „Fack ju Göhte“, „Das perfekte Geheimnis“ sowie die „Eberhofer“-Reihe. Die Constantin Film AG gehört zur Schweizer Highlight Communications AG.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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