Die AfD strebt bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern eine absolute Mehrheit an. „Wir haben nach wie vor das Ziel der Alleinregierung, denn Koalitionsoptionen haben wir aktuell nicht“, sagte AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm dem Podcast „Inside AfD“ des „Politico“.
„Man könnte sich das natürlich programmatisch angucken und würde sehen, dass wir uns mit der CDU hier durchaus gut überschneiden, was ja auch hinter der vorgehaltenen Hand viele Kollegen aus der CDU durchaus bemerken und feststellen, dass da einiges möglich wäre“, behauptete er.
„Aber Stand heute schließen wir diese Option aus und fokussieren uns deshalb ganz auf die Alleinregierung.“
Sollten sich aber „nach der Wahl doch neue Möglichkeiten“ ergeben, „wäre uns das recht“, sagte der Bundestagsabgeordnete weiter. „Wir werden dann auch die Gespräche anbieten, wenn wir mit Abstand die stärkste neue Fraktion bilden werden im Schweriner Landtag. Und dann wollen wir mal sehen, ob wir nicht doch die Dinge ändern können.“
Aus der CDU-Basis wisse er, dass es einen starken Wunsch danach gebe, „neue Optionen zu prüfen“, da man „nicht ewig Vehikel für eine Linksregierung“ sein wolle.
Die Alternative zu einer AfD-geführten Regierung „wäre ja nur Rot-Rot, toleriert von der CDU“, so Holm.
„Und das möchte ich mal sehen, dass die CDU da mitmacht, also die Basis in der CDU. Das könnte die Partei zerreißen.“
Wenn es für die CDU knapp werde, „ist es durchaus denkbar, dass einige auch sagen, ich habe keine Lust auf weiterhin linke Politik und ich unterstütze jetzt die AfD“, so Holm.
„Das sind Dinge, die durchaus denkbar sind, wenn ein knappes Ergebnis zustande kommt.“
Danach gefragt, ob er auf eine Spaltung der CDU-Fraktion hoffe, sagte er: „Es ist nicht unser Ansinnen, irgendwen zu spalten, aber es ist unser Ansinnen, die Regierung mit Mehrheit zu stellen und eine vernünftige Politik für Mecklenburg-Vorpommern zu machen. Und wenn die CDU wieder diesen Weg gehen möchte, linke Politik zu unterstützen und damit wieder die nächsten fünf Jahre ein Herunterwirtschaften des Landes zu ermöglichen, dann ist es so und dann hoffe ich, dass es eben Kräfte in der CDU gibt, die das nicht mehr mitmachen wollen und dann vielleicht neue Mehrheiten stützen.“
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