Zwei Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern sind binnen zwei Tagen bei Einsätzen verletzt worden. Das Innenministerium in Schwerin teilte mit, dass ein Beamter am 7. September in Garlitz bei einer Widerstandshandlung an der Hand verletzt wurde.
Am Dienstag habe ein weiterer Polizist bei einem Einsatz in einer Erstaufnahmeeinrichtung eine Verletzung am Handgelenk erlitten. Beide seien anschließend nicht dienstfähig gewesen.
Innenminister Christian Pegel erklärte, es dürfe nicht kaltlassen, wenn Polizeibeamte bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt werden.
Sie müssten darauf vertrauen können, dass Angriffe auf sie ernst genommen und konsequent verfolgt werden. Die beiden Fälle stünden für ein Problem, das über die Polizei hinausgehe.
Auch Feuerwehr und Rettungsdienst sähen sich bei ihrer Arbeit zunehmend mit Aggression und Gewalt konfrontiert. Wer Einsatzkräfte angreife, erschwere nicht nur ihren Einsatz, sondern treffe Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen.
Der Staat müsse eine klare Grenze ziehen. Pegel wünsche den beiden verletzten Polizeibeamten eine schnelle und vollständige Genesung.
Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik seien im Jahr 2025 in Mecklenburg-Vorpommern 540 Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichgestellte Personen sowie 519 Fälle von tätlichem Angriff auf diese erfasst worden.
Beide Zahlen seien gegenüber 2024 leicht gesunken. 96,4 Prozent der Opfer von Widerstand und tätlichem Angriff seien Polizeibeamte gewesen.
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