Gesundheitsministerin fordert Reform der Notfallversorgung

Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller hat im Landtag eine Reform der Notfallversorgung und des Rettungsdienstes gefordert. Sie kritisierte die aktuelle Finanzierungspraxis, bei der Kosten nur bei Krankenhaustransporten übernommen werden.

„Leistungen vor Ort gelten als Fehlfahrten und werden nicht erstattet“, teilte Müller mit.

Die Ministerin plädierte für eine bundesgesetzliche Regelung im Sozialgesetzbuch (SGB V), die auch Einsätze ohne Transport und Fahrten zu ambulanten Einrichtungen absichern soll. Der Rettungsdienst sei mehr als ein Transportdienst und müsse als Teil eines modernen Versorgungssystems anerkannt werden.

Die Reform sei „nicht nur notwendig, sondern überfällig“.

Hintergrund ist ein geplanter Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Notfallversorgung, der nach dem Koalitionsbruch gestoppt wurde. In Brandenburg liegt die Organisation des Rettungsdienstes bei den Landkreisen und kreisfreien Städten, während das Gesundheitsministerium die Rechtsaufsicht führt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Börsen legen zu: Dow, S&P 500 und Nasdaq im Plus, Ölpreis fällt stark

    Die US-Börsen haben am Montag deutlich zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.048 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen…

    Hendrik Wüst: „Ich möchte Ministerpräsident bleiben“ – CDU-Politiker sieht Personaldebatten als nicht zielführend

    NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht seinen Platz trotz Diskussionen um einen Kanzlertausch laut eigener Aussage in Nordrhein-Westfalen. „Ich möchte Ministerpräsident bleiben“, sagte Wüst am Montagabend der „Rheinischen Post“. Auf die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert