Aylin Tezel über Dark Romance in „Serial Cleaner“: „Schwierig wird es, wenn diese Art der Liebesverbindung idealisiert wird“

Schauspielerin Aylin Tezel hält die richtige Einordnung bei Dark-Romance-Geschichten für wichtig. „Schwierig wird es, wenn diese Art der Liebesverbindung idealisiert wird“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ über das Genre, das von manchen dafür kritisiert wird, dass es toxische oder gewaltvolle Beziehungen verharmlose oder gar romantisiere.

Man müsse das immer im Kontext der jeweiligen Geschichte betrachten. Gleichzeitig komme es darauf an, wie eine solche Beziehung erzählt und eingeordnet werde, so die Schauspielerin, die von 2012 bis 2020 die Dortmunder „Tatort“-Kommissarin Nora Dalay verkörperte.

Sie spielt jetzt selbst in einem Dark-Romance-Drama die Hauptrolle. In „Serial Cleaner“ verkörpert sie Teri, die Mutter einer immunkranken Tochter, die Zeugin eines Mordes wird und sich, um ihr Leben zu retten, als Tatortreinigerin anbietet. Um die lebensnotwendige Therapie für ihre Tochter zu finanzieren, reinigt sie fortan Tatorte – und entwickelt Gefühle für ihren Auftraggeber Vincent. Für sie werde die Beziehung zwischen Teri und Vincent nicht als romantisches Ideal dargestellt, stellte sie aber klar.

Seit ihrem freiwilligen „Tatort“-Ausstieg 2020 konnte sich Tezel in verschiedensten Rollen ausleben, gab außerdem ihr Debüt als Drehbuchautorin und Regisseurin. „Ich habe den `Tatort`-Ausstieg gar nicht bereut“, sagte sie daher dem RND. „Es war der richtige Zeitpunkt, weil dann einfach andere Dinge auf mich gewartet haben.“ Die vielleicht auch aufgrund der erhöhten Popularität möglich waren: „Ich hatte auf einen Schlag eine andere Sichtbarkeit“, so Tezel über die Auswirkungen des „Tatort“-Engagements. „Überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, mit seiner Arbeit so viele Menschen zu erreichen, ist schon etwas Besonderes.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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