Jens Spahn zieht sich aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages zurück

Der frühere CDU-Fraktionschef Jens Spahn zieht sich offenbar aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages zurück. „Nach reiflicher Überlegung über das Wochenende werde ich auf meinen Sitz im Haushaltsausschuss verzichten. Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird“, schrieb er laut dem „Spiegel“ in die WhatsApp-Gruppe der CDU-Haushälter. Weiter schrieb Spahn: „Zudem merke ich an und in mir selber, dass mein Rücktritt im Juli noch viel zu frisch ist, um wieder voll durchzustarten, als wäre nichts gewesen.“

In Absprache mit Fraktionschef Thorsten Frei werde er sich vorerst auf seine Arbeit für den Wahlkreis und seine Familie konzentrieren. „Mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten es für mich weitergeht, entscheiden wir mit etwas zeitlichem Abstand“, schreibt Spahn. Er wünsche der Arbeitsgruppe alles Gute bei den anstehenden Haushaltsberatungen.

Spahn reagiert damit offenbar auf Unmut in der eigenen Partei wegen einer Sardinien-Reise in der vergangenen Woche. Diese hatte ihn davon abgehalten, an der Sitzung des Haushaltsausschusses am Mittwoch teilzunehmen. Spahn war laut Angaben seines Sprechers „aus familiären Gründen“ auf der italienischen Ferieninsel.

Nach Informationen des „Spiegel“ aus Ausschusskreisen fehlte Spahn auch bei dem Treffen des Haushaltsausschusses am vergangenen Donnerstagvormittag. Er habe „entschuldigt gefehlt“ und ein Stellvertreter sei organisiert gewesen, hieß es aus seinem Umfeld gegenüber dem „Spiegel“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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