Merz will mit Unions-Landtagsfraktionschefs und CDU-Präsidium über neue Bundespräsidentin beraten

Vor der Entscheidung über eine Kandidatin für das Bundespräsidentenamt will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) offenbar auch mit den Chefs der Unions-Landtagsfraktionen beraten. Wie die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Unionskreise berichtet, sollen die Gespräche am frühen Sonntagabend im Kanzleramt stattfinden.

Das Treffen sei demnach schon länger geplant gewesen, hieß es. Die Frage der künftigen Bundespräsidentin könne dabei eine Rolle spielen. Im Anschluss will Merz im Konrad-Adenauer-Haus bei einem gemeinsamen Abendessen mit dem CDU-Präsidium über die Personalie beraten.

Anfang der Woche hatte der CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit den Kreisvorsitzenden angekündigt, eine Frau für das Amt des Staatsoberhaupts nominieren zu wollen.

Die Bundesversammlung soll am 30. Januar über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Das Gremium besteht aus allen Bundestagsabgeordneten und der gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder gewählt werden. Wahlvorschläge für die Wahl des Bundespräsidenten kann jedes Mitglied der Bundesversammlung bei der Präsidentin des Bundestages schriftlich einreichen.

Die Union wird bei der Bundesversammlung die meisten Mitglieder stellen und könnte beispielsweise zusammen mit der SPD eine Mehrheit bilden. Eine offizielle Nominierung gibt es bislang nicht. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hatte bereits im April die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ins Spiel gebracht, die zuvor als mögliche innerparteiliche Konkurrentin für Söder im Vorfeld der Landtagswahl 2028 galt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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