Potsdamer Integrationsbeauftragte fordert mehr Solidarität mit Flüchtlingen

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni hat die Potsdamer Beauftragte für Migration und Integration, Amanda Palenberg, zum Einsatz für Menschenrechte aufgerufen. In einer Zeit zunehmender Abschottungspolitik müssten Städte wie Potsdam Haltung zeigen, teilte Palenberg mit.

Die Landeshauptstadt habe sich als sicherer Hafen bekannt und setze dies durch konkrete Maßnahmen um, darunter der Verzicht auf die Bezahlkarte für Asylbewerber und der Ausbau wohnungsnaher Unterbringung.

Palenberg kritisierte die aktuelle Asylpolitik, die das individuelle Recht auf Schutz aushöhle. Illegale Zurückweisungen an Grenzen und Einschränkungen von Sozialleistungen gefährdeten grundlegende Menschenrechte.

Potsdam gehe hier einen anderen Weg und nehme seine Verantwortung wahr, indem es besonders vulnerable Gruppen unterstütze.

Am 23. Juni veranstaltet die Integrationsbeauftragte gemeinsam mit dem Migrantenbeirat und dem Interreligiösen Forum eine Diskussion über eine Delegationsreise nach Kurdistan. Dabei sollen Erfahrungen mit abgeschobenen Menschen und Fragen der Verantwortung Deutschlands thematisiert werden.

Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr im Frauenzentrum am Alten Markt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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